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Widerrufsrecht auf der Verkaufsparty

Widerrufsrecht nach Verkaufsparty?

30.07.2019

Rechtsfrage des Tages:

Auf einer Verkaufsparty kann schnell der Kaufrausch ausbrechen. Meist bestellen die Teilnehmer nach einer ansprechenden Präsentation fleißig. Was aber, wenn später die Reue kommt? Steht Ihnen ein Widerrufsrecht zu?

Antwort:

Ob Haushaltsgeräte, Dessous oder Schmuck: Verkaufspartys gibt es für unzählige Produkte. Neben dem Spaß ist die Verlockung groß, umfangreich einzukaufen. Da meist nur wenige Präsentationsartikel zur Verfügung stehen, kaufen die Teilnehmer in der Regel durch Bestellung ein. Der Vertrag wird also unterschrieben, die Ware soll dann später geliefert werden. Nicht selten kommt zu Hause die Ernüchterung.

Verkaufspartys finden üblicherweise in einer Privatwohnung statt. Ein Vertreter des Herstellers stellt Ihnen Produkte vor und nimmt Ihre Bestellungen auf. Es handelt sich als Direktvertrieb um einen Vertrag, der außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen wird. In diesem Falle steht Ihnen ein Widerrufsrecht nach § 355 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) zu. Nach Erhalt der Ware können Sie den Vertrag binnen 14 Tagen widerrufen.

Ausnahmen gelten wie im Online-Handel auch beispielsweise für schnell verderbliche Waren oder Artikel, die speziell auf Sie zugeschnitten sind (§ 312 g BGB). Auch aus hygienischen Gründen kann ein Widerruf ausgeschlossen sein. Dies gilt zumindest, wenn Sie die Verpackung oder Versiegelung entfernt haben.

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