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Wildcamping

Wildes Campen: Erlaubt?

16.07.2019

Rechtsfrage des Tages:

Bei sommerlichen Temperaturen kann eine Nacht im Freien durchaus verlockend sein. Wer hätte da nicht Lust, nach einem Tag am Badesee dort auch ein paar Nächte im Zelt zu verbringen. Aber ist das erlaubt?

Antwort:

Es klingt nach großer Freiheit, einfach loszufahren und sein Zelt dort aufzuschlagen, wo es einem gefällt. Zelten Sie außerhalb eines Campingplatzes fällt die Übernachtung unter das Wildcampen. Ob dies in Deutschland erlaubt oder verboten ist, kommt auf die Örtlichkeit an. In Naturschutzgebieten und im Wald dürfen Sie grundsätzlich nicht Ihr Zelt aufschlagen. Möchten Sie sich auf einem Privatgelände niederlassen, brauchen Sie die Zustimmung des Eigentümers.

In der freien Landschaft außerhalb von Wäldern ist das Aufstellen eines Zeltes in vielen Bundesländern nicht ausdrücklich verboten. Bedenken Sie aber, dass Sie in der Regel private Grundstücke nicht eindeutig erkennen können. Daher sollten Sie auch an Badeseen und auf Wiesen nur campieren, wenn Sie eine Genehmigung des Eigentümers haben. In anderen Bundesländern wie Thüringen, Sachsen oder Niedersachsen dürfen Sie in freier Landschaft grundsätzlich nicht wildcampen.

Eine rechtlich sichere Alternative bieten Naturlagerplätze. Dies sind kleinere naturnahe Flächen, auf denen das Zelten auch außerhalb der großen Campingplätze erlaubt ist. Im Elbsandsteingebirge gibt es beispielsweise ausgewiesene "Boofen", in denen Kletterer übernachten oder biwakieren dürfen. Häufig gelten dort aber klare Regeln, zum Beispiel für den Umgang mit offenem Feuer.

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